Agile Projekte

Wir leiten Ihre agilen Projekte und adaptieren die Vorgehensweise an Ihre internen Prozesse.

Die agilen Methoden legen grossen Wert auf häufige Rückkopplungsprozesse und iteratives Vorgehen. Gegenüber klassischen Vorgehensmethoden sind agile Methoden visionsgetrieben: Der genaue Umfang der Lösung ist erst am Ende des Projektes bekannt und wird von Termin und Kosten bestimmt. Bei klassischen Methoden (Wasserfall) wird zunächst das Endprodukt im Detail spezifiziert und die dafür benötigte Zeit und Mittel geschätzt. Somit ist bei agilen Projekten der Umfang/Scope variabel, bei klassischen Vorgehensmethoden variieren Zeit und Kosten.

Die verbreitetsten agilen Methoden sind Kanban und Scrum.

Kanban optimiert die Wertgenerierung entlang der Wertschöpfungskette, lässt der Projektgestaltung aber viel Freiraum. Die wichtigste Vorgabe von Kanban ist die Beschränkung der gleichzeitig angefangenen Arbeiten. Das Team konzentriert sich darauf, die Aufgaben rasch fertig zu stellen, anstatt über lange Zeit an vielen Aufgaben parallel zu arbeiten. Kanban schreibt keine iterativen Zyklen vor, verbietet sie aber auch nicht! Mit Kanban wird Aufgabe um Aufgabe geplant, umgesetzt und abgenommen. Kanban eignet sich auch gut für Weiterentwicklung und Wartung.

Scrum ist eine sehr strenge Vorgehensmethodik und gibt den Prozess und die Rollen genau vor. Zunächst wird die Vision (Produktvision und Architekturvision) sowie der Vorgehensplan (Releaseplan, Produktbacklog) erarbeitet. Diese werden regelmässig überprüft und bei Bedarf angepasst. Ausgehend vom Vorgehensplan wird anschliessend die Lösung in Zyklen (Sprints) von wenigen Wochen entwickelt. Jeder Zyklus umfasst Planung, Entwicklung, Test sowie die Integration in die Systemlandschaft. Im Zentrum steht das Team, welches sich je Zyklus verpflichtet, einen gewissen Umfang zu erarbeiten. Das Team ist hoch motiviert und setzt alles daran, das vereinbarte Ziel des Sprints zu erreichen.

Weil bei Scrum nach jedem Zyklus und bei Kanban laufend etwas Fertiges entsteht, erhöht sich der Nutzen für den Kunden laufend. Deshalb hat man bei agilen Projekten vor allem die Kosten und Termine und weniger den endgültigen Produktumfang im Fokus: Das Produkt hat auch bereits einen Nutzen, wenn der Kredit aufgebraucht, oder die Zeit abgelaufen ist. Bei klassischen Vorgehensweisen steht der endgültige Produktumfang im Fokus. Das Produkt bringt erst einen Nutzen, wenn es fertiggestellt ist.

Die grosse Herausforderung ist, agile Projekte mit der Unternehmenskultur in Einklang zu bringen. Das Unternehmen muss Kredite für Projekte freigeben, ohne genau zu wissen, was am Schluss herauskommt. Auf den ersten Blick scheint dies ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Sind wir aber ehrlich: Ist es bei klassischen Projekten denn wirklich besser? Dort weiss das Unternehmen genau, wofür es die Mittel freigibt. Der Umfang der benötigten Mittel ist aber erst am Schluss bekannt und in den meisten Fällen kommt es zu nachträglichen Kostenüberschreitungen. Auch beim agilen Projekt kann es Kostenüberschreitungen geben, wenn der Produktumfang nicht genügt. Weil das Produkt aber laufend erweitert wird, hat es bereits einen Nutzen, bevor es alle Anforderungen abdeckt.

Die Gefahr von agilen Projekten ist, dass nach Ablauf der Zeit, oder wenn die Mittel aufgebraucht sind, nichts Brauchbares vorliegt. Deshalb ist es wichtig, dass das Projekt von einer mit agilen Methoden erfahrenen Person geführt wird. Nebst der Produktvision muss unbedingt auch die Architekturvision erarbeitet werden, bevor das Projekt geplant werden kann.

Wehrli Projects & Consulting hat sich darauf spezialisiert, agile Projekte zu leiten, agile Methoden einzuführen und die verschiedenen Rolleninhaber nach Bedarf zu coachen. Wir helfen Ihnen zudem, die agilen Methoden in Ihre Unternehmensprozesse einzubetten.